es ist eigentlich nicht miteinander zu vereinbaren
wenn man in Trauer ist
und
Kind/er um sich herum laufen hat
nach denen man gucken sollte
mit denen man sich beschäftigen sollte
die man herzen und abknutschen kann
während das eigene Herz wie in Stücke gerissen in einem ist
und die Tränen immer wieder mal raus wollen

es ist schwierig dann Erklärungen zu finden
die dem Kind eine Antwort geben kann
warum Mama ‚tauich‘ ist

es gibt manches
was einem in den Kleidern hängen bleibt
warhscheinlich nie vergessen wird
und diese kleine Züge im Gesicht ausmachen
die nie wirklich mitlachen können

es ist schwierig so weiter zu machen wie vorher
weil der Status ‚Vorher‘ nicht mehr da ist
und nie mehr da sein wird

dazu eine gesammelte Kommentarliste
die man sich wünscht nie gehört zu haben
[und in meinem Falle bin ich wirklich froh, das wir so viele Unwissende haben
die keine Kommentare abgeben können, weil die paar, die ich gehört habe, eigentlich schon reichen]

es ist und bleibt ein Tabuthema
und es ist vielleicht auch deswegen eins
weil die Umstehenden nie wissen werden
wie es sich anfühlt
dieses Herz
innerlich
zerrissen

mit einem lachenden und einem weinenden Auge

es gibt in der Tat Schmerz
der sich ähnlich anfühlt
ich kann das schreiben, weil ich vorher schon ähnliches am eigenem Leib erfahren habe
aber es ist nur ein ähnlicher Schmerz
es ist nicht der gleiche
und man kann manche Lücken einfach nicht füllen

und schon gar nicht wird es besser werden, wenn ein neues Kind gemacht wird
es ist nicht dasselbe
ist es einfach nicht

ich für meinen Teil
freue mich schon auf den Tag
wenn wir uns auf die Fahrt machen
und _unseren_ Baum kaufen
und dann in unserem Garten pflanzen werden
für dich
nur für dich
mein geliebtes Nebelkind

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