die Grosse

sie glaubt an Gott, den Nikolaus, das Christkind, den Osterhasen und kleine Wichtel/Zwerge, Feen und sonstiges

der Dings, der hatte ihr neulich erzählen wollen, das es Gott nicht gibt … und das obwohl seine Schwester erst zur Kommunion kam … gut, die grosse Schwester wird ihm bestimmt dieses Jahr auch erzählen, das es keinen Nikolaus und kein Christkind geben wird … aber egal …

ich bin froh, das die grosse an diese Dinge glaubt …

in der Vorweihnachtszeit ist es am tollsten, denn der Gatte macht die gleichen Spielchen mit ihr, wie seine Mutter früher mit ihm gemacht hatte …
da werden kleine Briefchen geschrieben … und ein Keks oder Schokistück dazu legt … meist auf dem Speicher …
und einen Tag später, gehen die zwei wieder gucken und oho … ein Antwortbriefchen und eine Kleinigkeit liegen da …

manchmal ist es so unglaublich einfach
diese scheinbare Zwischenwelt des KleinKinderGlaubens zu betreten und das Gefühl zu vermitteln, ja, es gibt diese Dinge wirklich …
[und eigentlich sehen wir ja auch keine Luft und trotzdem ist da …]

neulich
neulich kam sie ganz aufgeregt von Omma’s Bäumen wieder zu uns gelaufen
„Mama?
ich glaub in meinem Lieblingsbaum wohnt ein Wichtel … ich hab ihn zwar nicht gesehen, aber der Baum hat Löcher und da könnte der Wichtel doch drin wohnen … oder Mama?“

und es juckt mich in den Finger, ihr auch diesen Glauben zu erhalten …
ich spinne derweil [nur gedanklich, weil noch die Zeit an der Umsetzung fehlt] an kleinen Wichtelschuhe und einer Wichtelmütze … einmal genäht, einmal gestrickt …

und dann
ja dann bin ich gespannt auf _die_ Augen … die Augen der Grossen … wenn sie die Dinge in ihrem Lieblingsbaum findet …

und dann
dann frage ich mich, wieso wir Erwachsene so wenig von diesem KleinKinderGlaube in uns tragen …

weil
im Grunde genommen
steht uns allen doch diese fantastatische Welt offen …
sofern wir genug Phantasie haben …

oder nicht?

[oder ist das alles Blödsinn und wir sollten uns der Realität stellen?]

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