… Jahre ist es nun her.
Erst? Schon?

Es fühlt sich nicht an, als wäre es gestern oder letzte Woche passiert. Trotzdem habe ich Angst vor diesem Tag. Angst,  das ich überrollt werde mit 1000 und 1 Gefühl.

Im Juni wärst du zwei geworden. Wahrscheinlich hättest du genau soviel Unsinn im Kopf wie deine Schwestern. Würdest mich genauso oft zum lachen und zum schimpfen bringen.

Ohne dich gäbe es dieses kleine Wesen hier neben mir nicht.
Sie liegt gerade neben mir. Auf der Seite. Ich habe ihren Atem beobachtet. Die blonden Haare. Das „Hahnenkämmchen“ das sich immer durch die nächtlichen Bewegungen hoch stellt. Das kleine Ohr.
Sie  dreht sich auf den Rücken. Schlägt mir ihren Arm ins Gesicht. Atmet und schläft weiter.
Neuer Blickwinkel für mich.
Konturen werden sichtbar. Die Stirn. Die Augenbrauen. Die Wangen. Die Lippen. Das Kinn.

Wie hättest du wohl ausgesehen? Diese Mischung zwischen mir und Papa?

Papa hat dich nicht vergessen.
Ich denke bei jedem Nebel an dich.
Bis letzte Woche ging es mir noch gut damit. Momentan drückt er mir auf der Seele. Der Nebel. Dein Nebel.

Und wieder steht Laternen basteln an. Und wieder muss ich absagen. Ich schaffe das nicht inmitten dieser bunten Schar. Lieber bin ich zu hause. Und habe meine Ruhe. Ziehe die Gardinen von meinem Wolken Fenster auf und schaue nach draußen. Und denke an dich.

Der Tag morgen wird schwer werden.
3.

Ich liebe Dich.
Für immer.

Auch wenn ich dich letzte Woche verleugnet habe. Aber die große ist noch zu klein für dieses wissen.
„Mama?  Warum verlieren Frauen ihre Babys? “
Weil manche Babys schon sehr krank sind, das sie nicht geboren werden können.
„Das ist traurig. Gell Mama?  Du hast noch nie ein Kind verloren. “
.

Nein.
„Ich habe dich lieb,  Mama. “
Ich dich auch.

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